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Bastel-Lust statt Geschenke-Frust

Tipps für eine nachhaltige Bescherung

Duftende Plätzchen, romantischer Kerzenschein und – jede Menge Müll und Verschwendung! Neben besinnlicher Stimmung bringt die Weihnachtszeit leider auch eine immer größer werdende Belastung für die Umwelt mit sich. Ein Grund für den Überkonsum ist auch der Onlinehandel: Laut einer Studie des Händlerbundes bestellen mittlerweile 70 Prozent der Befragten ihre Weihnachtsgeschenke im Internet. Das führt dazu, dass der Pakettransport in der Vorweihnachtszeit um das Doppelte zunimmt: Von November bis Dezember müssen täglich knapp 15 Millionen Päckchen in deutsche Haushalte ausgeliefert werden … oft zum Leidwesen überlasteter Paketzusteller. Was viele Menschen außerdem nicht wissen: 30 Prozent der Retouren aus dem Onlinehandel gehen nicht wieder in den Verkauf, sondern ein Großteil landet direkt im Schredder. Erschreckend, oder? Unterstütze unsere Forderung an Bundesumweltministerin Schulze, die Vernichtung neuer Produkte zu stoppen!

Aber keine Sorge! Wir wollen dir die Vorweihnachtszeit nicht vermiesen, sondern zeigen, dass es auch anders geht. Denn sowohl bei der Wahl deiner Geschenke, als auch bei der Verpackung kannst du auf Nachhaltigkeit achten.

Deine Aufgabe

Beginne mit der Weihnachtsplanung und fertige eine Liste mit den Geschenken an, die du benötigst. Überlege dir nun, was du selber machen kannst, um deinen Liebsten eine Freude zu bereiten. DIY-Geschenke haben gleich mehrere Vorteile: Du schonst deine Nerven, kannst überfüllte Einkaufspassagen umgehen, sparst Verpackungsmüll, Ressourcen und Geld.

Schritt 1
Verschenke Erlebnisse anstelle von materiellen Dingen! Gutschein für ein selbstgekochtes 3-Gänge-Menü, ein Kinobesuch, Konzerttickets, Eintrittskarten für’s Museum, die Jahresmitgliedschaft im Schwimmbad oder einen gemeinsamen Kochkurs – die Liste ist endlos. Gemeinsame Zeit und Erlebnisse sind das Kostbarste, das du verschenken kannst.

Schritt 2
Wiederverwendbare Teebeutel, ein Gewürzregal oder eine selbstentworfene Tischlampeverschenke Unikate anstelle von unnötigem Krimskrams aus der Massenproduktion. Vielleicht bist du gut im Schneidern oder Schreinern? Werde kreativ und überlege dir, was du zuhause gut selbst machen kannst. Eine große Auswahl an DIY-Geschenken findest du auch auf Utopia.

Schritt 3
Parfüms und Kosmetika sind der Renner unter dem Weihnachtsbaum. Viele Artikel enthalten jedoch schädliches Mikroplastik und sind aufwendig in Plastik verpackt. Wähle ein Pflegeprodukt aus, das du selbst mit ein paar Handgriffen herstellen kannst. Vielleicht hast du die Grundzutaten sogar schon im Küchenregal stehen? Natron und Speisestärke sind nämlich richtige Alleskönner und die Basis für viele DIY-Pflegeprodukte. Auf Smarticular findest du zahlreiche Rezepte und Tipps. Verschenke prickelnde Badekugeln, selbstgemachtes Deo oder Peelings aus Kaffeesatz und Olivenöl…

Schritt 4
Wie wäre es mal mit ein bisschen Abwechslung und Individualität unterm Weihnachtsbaum? Überlege dir kreative Verpackungen! Verschenke deine selbstgemachten Überraschungen in Zeitungspapier, Servietten, bemalten Kartons oder Wein- und Obstkisten. Ein richtiger Hingucker: Furoshiki ist eine edle Geschenkverpackungen mit Tüchern. Auch schön: Jutesäckchen selbst bestempeln und verschenken.

Schritt 5
Jetzt geht’s ans Kombinieren: Erlebnis-Gutscheine, selbstgemachte Leckereien und Pflegeprodukte verpackt in recycelten Materialien … bereite jemandem eine Freude, mit einem selbstgemachten Adventskalender – dafür ist man schließlich nie zu alt! Womit du die 24 Päckchen befüllen kannst? Jede Menge Inspirationen bekommst du hier.

Du bist unsicher, ob deine alternativen Geschenke gut ankommen? Dann sprich offen mit deinem Umfeld darüber und teile mit, dass du dich bewusst gegen den Stress, die Verschwendung und den Müll entschieden hast, die herkömmliche Geschenke mit sich bringen. Vielleicht kannst du deine Liebsten sogar zum Mitmachen einladen! Es gibt übrigens viele Familien, die ganz auf Geschenke an Weihnachten verzichten oder stattdessen spenden.