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Iss gut jetzt

Wie wir mit einem bewussten Essverhalten unserer Gesundheit und der Umwelt etwas Gutes tun

11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich in der Tonne – davon stammen 61 Prozent von uns Verbrauchern. Noch erschreckender als diese Zahlen ist die Tatsache, dass die Verschwendung von Lebensmitteln hierzulande laut einer aktuellen Studie sogar zunimmt.
Und wusstest du, dass unser Ernährungssystem aktuell für 80 Prozent der weltweiten Entwaldung mitverantwortlich ist? Außerdem werden am Ende des Jahres 2018 weltweit 78 Milliarden Tiere für die Milch- und Fleischproduktion getötet worden sein. Falls diese Zahlen bei dir einen bitteren Nachgeschmack hervorrufen, hast du jetzt die Möglichkeit etwas daran zu ändern!

Deine Aufgabe

Schenke deinem Essen in den nächsten Tagen eine besondere Wertschätzung. Tue der Umwelt und deiner Gesundheit etwas Gutes, indem du viel auf pflanzliche Lebensmittel zurückgreifst! Bedenke beim Einkauf, welche Produktions- und Lieferkette hinter dem jeweiligen Produkt steckt. Versuche frisch mit regionalen und saisonalen Produkten zu kochen. Werde zum Lebensmittelretter!

Schritt 1
Wie in den vorherigen Challenges, beginnt auch beim Essen alles mit einer Bestandsaufnahme. Welche Lebensmittel befinden sich in deiner Vorratskammer, deinem Kühlschrank oder Tiefkühlfach? Vielleicht gibt es Gewürze, angebrochene Saucen und Konserven, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen oder seit einer gefühlten Ewigkeit hinten im Regal verstauben?

Fertige eine Liste mit den Produkten an, die du in den nächsten Tagen aufbrauchen solltest und überlege dir, welche Gerichte du damit zaubern könntest. Zu gut für die Tonne – auf dieser Website und in der zugehörigen App findest du Rezepte für deine Zutaten. Hier gibt es außerdem noch ein Lebensmittel-Lexikon mit Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Produkten.

Schritt 2
Du hast Lebensmittel auf deiner Liste, die du nicht mehr aufbrauchen kannst? Verschenke sie an Nachbarn oder teile sie mit der Foodsharing-Community! Das funktioniert über so genannte Fair-Teiler an öffentlichen Plätzen oder online über Facebook-Gruppen! Finde heraus, welche Foodsharing-Möglichkeiten es an deinem Wohnort gibt.

Schritt 3 
Pilzpfanne, Kürbissuppe oder Grünkohl? Koche mit Lebensmittel, die aktuell im Saisonkalender stehen und keine langen Transportwege hinter sich haben.

Noch regionaler geht’s mit Mundraub.org. Über das Netzwerk findest du öffentlich zugängliche Plätze mit Stadtfrüchten und mehr. Entdecke die Vielfalt und bring heimisches Obst und Gemüse auf den Teller!

Schritt 4
Mit einem jährlichen Fleischverzehr von etwa 60 Kilogramm pro Kopf essen Deutsche heute doppelt so viel Fleisch wie vor 70 Jahren. Um diese hohe Nachfrage decken zu können, werden unwürdige Bedingungen in der Massentierhaltung, erhöhte Nitratwerte in unseren Gewässern sowie die stetige Erhitzung des Klimas in Kauf genommen.

Lecker ohne Fleisch! Allein der Verzicht auf einen Beef-Burger spart 2.350 Liter Wasser, die es für dessen Herstellung und Produktion braucht. Ob du mit einem Tag in der Woche (Meet-Free-Monday) oder gleich mit einer ganzen Woche (Meat-Free-Week) startest: Schau was für dich machbar ist und reduziere deinen Fleischkonsum Schritt für Schritt. Unsere Tastyvist-App kann dir dabei helfen.

Du lebst bereits vegetarisch? Klasse! Wie wäre es mit einer Vegan-Challenge? Die Newsletter der Vegan-Taste-Week haben bereits vielen Menschen dabei geholfen, sich auf eine vegane Ernährung umzustellen. Bevorzuge pflanzliche Alternativen anstelle von Eiern und Milchprodukten. Verwende beispielsweise selbstgemachte Hafermilch für dein Frühstücksmüsli – so sparst du auch gleich den Verpackungsmüll. Jede Menge tolle Rezepte und Anregungen findest du online auf Greenpeace Foodstories (auch auf Instagram).

Schritt 5
Zu guter Letzt: Veranstalte eine Food Swap Party! Bei diesem neuen Trend geht es darum, die Vielfältigkeit pflanzlicher Lebensmittel zu zelebrieren und selbstgemachte Leckereien und Rezepte miteinander zu teilen. Lade deine Freund*innen zu einem bunten Austausch von Marmeladen, Brotaufstrichen, Salaten, Dips oder vorgekochten Gerichten ein. Eine Anleitung sowie passende Tischkärtchen und Etiketten für deine eigene Food Swap Party kannst du hier herunterladen oder bestellen.

Weniger Fleisch und Milchprodukte ist mehr
​Würden alle verfügbaren Nutzpflanzen direkt vom Menschen verzehrt und nicht an Tiere verfüttert, könnte die globale Kalorienverfügbarkeit um bis zu 70 Prozent erhöht werden und weniger Menschen müssten hungern.
Sehr lesenswert ist dieser Greenpeace-Bericht zur Nutztierhaltung im Jahr 2050 – eine Vision für ein besseres Leben und einen gesünderen Planeten.

Toll, dass du dir Gedanken um die Zukunft unseres Planeten machst und bei unserer MAKE SMTHNG Challenge dabei bist – lade auch deine Familie und Freunde zum Mitmachen ein! In unserer Facebook-Gruppe hast du außerdem die Möglichkeit, dich mit Gleichgesinnten auszutauschen.