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Plastik: Gefahr für Mensch und Natur 

Wie wir unseren Plastikverbrauch im Alltag reduzieren können

Plastik ist nicht nur ein Problem für uns Menschen, sondern auch eine große Belastung für die Umwelt. Große Teile unserer Plastikabfälle landen in der Natur: Alleine in unsere Ozeane gelangen pro Jahr bis zu 13 Millionen Tonnen Plastik. Wir Deutschen sind leider Rekordhalter wenn es um Plastik geht: knapp ein Viertel des Plastikverbrauchs in Europa ist auf uns zurückzuführen. Das muss nicht sein! Hilf dabei das Plastik-Problem zu lösen und stell dich unserer MAKE SMTHNG Challenge.

Greenteams in München protestieren gegen Plastikmüll

Deine Aufgabe

Refuse, Reduce, Reuse, Repurpose, Recycle  
Die 5 R’s stehen für das Vermeiden, Reduzieren, Wiederverwenden, Upcyceln und Recyceln von Verpackungen und anderem Müll. Reduziere diese Woche deinen Plastikverbrauch auf ein Minimum und entwickle eine Strategie, um langfristig auf überflüssiges Plastik verzichten zu können. Treffe in den nächsten Tagen deine Kaufentscheidung ganz bewusst und stell dir die Fragen: Brauche ich das wirklich? Gibt es das auch unverpackt? Eine Einführung zum Konzept von „Zero Waste“ findest du hier.

Schritt 1
Analysiere deine Plastikabfälle: Welche Problemzonen hast du vor dir? Versuche Alternativen zu finden! Hier gibt’s gleich eine Checkliste für deinen müllfreien Einkauf (Zero Waste). Wie wäre es mit einem Abstecher auf den Wochenmarkt statt des üblichen Supermarktbesuchs? Äpfel, Karotten, Tomaten und anderes Obst und Gemüse lassen sich prima in selbst mitgebrachte Stoffbeutel füllen. Unverpacktes zu kaufen spart Unmengen an Verpackungsmüll. Mittlerweile gibt es immer mehr Geschäfte, in denen du ganz ohne Plastikverpackung einkaufen kannst. Finde hier einen Unverpackt-Laden in deiner Nähe.

Einkaufen im Unverpackt-Geschäft

Von der Reinigungsbürste bis zum Kochlöffel – viele Küchenutensilien lassen sich durch Produkte aus Edelstahl, Glas oder Holz austauschen und obendrauf noch optisch aufwerten! Finde in deinem Zuhause drei Gegenstände aus Plastik, die (sobald sie kaputt sind)
entsprechend ersetzt werden können. Auch Frischhaltefolie ist von gestern – Bienenwachstücher erfüllen dieselbe Aufgabe und können oft benutzt werden. Lust auf ein selbst kreiertes Bienenwachstuch? Mittlerweile gibt es auch vegane Varianten: am umweltfreundlichsten und preiswertesten sind Rapswachs, Sonnenblumenwachs oder Sojawachs.

Bienenwachstücher selber machen

Schritt 3
Sei vorbereitet: Spare auch unterwegs Plastik ein und hab diese Woche einen Stoffbeutel für Spontan-Einkäufe dabei. Nimm eine Trinkflasche mit, die du unterwegs immer wieder auffüllen kannst. Das reduziert die unnötigen Plastikflaschen und gleichzeitig auch deine Ausgaben. Dasselbe geht auch wunderbar mit Thermobecher für den Coffee to go. In einigen Cafés erhältst du mit eigenem Becher sogar einen Preisnachlass.

Schritt 4
#nostrawplease: Sei im Restaurant vorausschauend und bestelle bei Getränken den Strohhalm ab. Der verkörpert nämlich Wegwerfplastik wie kein anderes Produkt. Und sind wir mal ehrlich – wir können alle selbstständig aus einem Glas trinken und wer nicht auf seinen Strohhalm verzichten will, kann sich einfach eine Alternative aus Edelstahl, Glas oder Stroh mitbringen.

JAG-Aktion in der Hamburger Innenstadt gegen Plastik in Kosmetik

Das Plastik-Problem
In Folie eingeschweißtes Gemüse oder die mit Mikroplastik angereicherte Bodylotion – Plastik ist überall. Das Problem: es verrottet nicht, sondern wird zu kleinsten Partikel zerrieben, die wiederum bleiben in der Umwelt und landen früher oder später in unserem Organismus. In einer neuen Studie der Medizinischen Universität Wien wurde erst kürzlich Mikroplastik im menschlichen Darm nachgewiesen. Es ist Zeit für Veränderung. Schütz dich selbst und die Umwelt und befrei dich vom Plastik. Werde Teil der Bewegung #breakfreefromplastics!